MG 1933-1-300x200 in Mancala-Spiele: Uralte Tradition und weltweite Spielkultur brettspiele

Awale – eine Mancala Variante

Mancala-Spiele zählen zu den ältesten Spielen unseres Erdkreises. Experten sprechen von vermutlich weit mehr als 1000 unterschiedlichen Spielvarianten, die unter dem Oberbegriff Mancala rangieren. Der Name Mancala leitet sich aus dem Arabischen her: “naqalah” bedeutet “bewegen”. Unter “Pit & Pebble Games” rangiert die Spiele-Gattung bei unseren britischen Nachbarn, was man mit “Gruben & Kieselsteine” ins Deutsche übersetzen kann. Über das Baltikum gelangten die Mancalas schon vor Jahrhunderten nach Ostpreußen und Pommern, wo sie als “Bohnenspiele” bekannt wurden. Die Mancala-Familie besteht aus Brettspielen. In der Regel verfügt das Spiel über zwei Reihen mit je sechs Mulden, d.h. je eine Reihe pro Spieler. Schauen wir uns nun sorgfältig ausgewählte, typische Mancala-Spiele näher an.

 

Bao und Hus: Zwei Spieler teilen sich das Brett

Diese beiden Zwei-Personenspiele können auf dem gleichen Spielbrett gespielt werden. “Bao” und “Hus” garantieren vergnüglichen Spielspaß für Jung – ab fünf – und Alt. “Bao” gilt als “König der Mancalas”. Das Spiel unterscheidet fünf Mulden-Arten: Lager, Haus, Kopf, Ort und normale Mulden. Zu Spielbeginn werden 20 Steine nach festgelegtem Schema auf dem Brett platziert. Pro Spieler bleiben 22 Steine in der Hand. Es gilt nun, die Frontreihe des Gegners zu leeren bzw. ihm keine Möglichkeit zum Setzen einzuräumen. Bei “Hus” – schon von Kindergarten-Kindern spielbar – werden die Inhalte der Spielmulden nach einfachen Regeln umverteilt. Es geht darum, mehr Spielsteine als der Gegner bei sich zu vereinigen.

 

Geschick gefragt: Kariba und Kalak

Kariba und Kalak sind zwei sehr unterschiedliche Spiele. Im Grunde gehört nur “Kariba” zu den Mancala-Spielen, denn es hat derjenige Spieler gewonnen, der seine Gewinnmulde mit den meisten Steinen gefüllt hat. Bei “Kalak” handelt es sich um ein “Schnipp-den-Stein”-Geschicklichkeitsspiel für einen Spieler und eine beliebige Zahl von Mitspielern. Es geht darum, möglichst viele der Steine in die Sammelmulde zu schnippen. Alle gelandeten Treffer punkten und bestimmen im Wettbewerb über Sieg oder Niederlage.

 

Awale – Strategiespiel in karibischem Outfit

Das “Awale”-Spielfeld unterteilt sich in zwei Reihen á sechs Mulden. Hier handelt es sich ebenfalls um ein abstraktes Strategiespiel, das mit handgeschnitztem Spielbrett Akzente setzt. Gespielt wird mit Samen der Molukkenbohne. Jeder Spieler erhält eine Reihe und füllt seine sechs Mulden mit jeweils vier Bohnen. Der Spieler, der am Zug ist, wählt eine Mulde aus, entnimmt die darin befindlichen vier Bohnen und verteilt sie – Bohne für Bohne – in die nachfolgenden Mulden. Gewinner des Spiels ist, wer am Ende die meisten Bohnen besitzt.

 

Das Familienspiel heißt Florancala

Ein Genuss für das Auge ist ein Spielbrett in Blütenform; es lädt die ganze Familie zum spielen ein. Mit bunten Holzelementen werden die Startfelder der Spieler auf den einzelnen Blütenblättern festgelegt. Alle Spielsteine werden zu Spielbeginn auf die Mulden aufgeteilt und dann im Laufe des Spiels auf die Blütenblätter verteilt. Während des Spielverlaufs sammeln die Spieler nach Spielvorgabe möglichst viele Steine und küren so den Gewinner.

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